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Ein Brief an Joja Wendt .....

Heute möchte ich mit Euch einen Brief teilen, den ich an den Pianisten Joja Wendt im Januar 2023 geschrieben habe. Er ist eine große Inspiration für mich und hat mit dazu geführt, das wir heute mit Stracciatella das machen, was wir machen :)

Bisher habe ich leider noch keine Antwort bekommen, naja aber der bekommt ja auch mehr Post und braucht wohl noch etwas zum Zeit zum Antworten :))


Hier also mein Brief an Ihn :


Hallo Joja,

Ich bin Musiklehrerin für Gesang, Querflöte und Klavier in Landau in der Pfalz (aber gebürtig ne´ waschechte Hamburger Deern;)

Selber bin ich nach meinem Studium nicht mehr aufgetreten, da mir zu häufig gesagt wurde, daß ich nicht gut genug sei.


Das Unterrichten macht mir spaß, aber irgendwie fehlte da doch noch etwas, das wirklich meiner Liebe zur Musik entsprach, eben das selber Auftreten mit Gesang.

2014 lernte ich dann meinen neuen Gesangslehrer, Christoph Laier (ja, er ist auch mein Kollege im Ensemble und es funktioniert gut, weil wir gute Freunde sind !) und das funktionale Stimmtraining nach E.Rabine kennen. Meine Stimme blühte auf und endlich konnte ich immer mehr das machen und in Musik ausdrücken, was ich schon immer wollte. Und die Entwicklung dauert bis heute an :)

Herbst 2019 dachte ich mir, es wird Zeit wieder aufzutreten. Ok, ich gehe dann mal Vorsingen und Kirchenmusik wäre ja ganz schön. Aber da reinzukommen mit meinen 51 Jahren und will ich das wirklich ?!! Eigentlich nicht.

Dann stand ein Besuch meiner Familie Anfang Januar 2020 an und meine Cousine sagte, daß ich mir auf jeden Fall mal die Elbphilharmonie ansehen, oder in ein Konzert gehen sollte.

Ok, dann schaute ich, was es so gab. Konzert mit Joja Wendt ?!Kenn ich nicht….Internetrecherche….hört sich gut an :)

Also hab ich mir Karten zu Weihnachten für das Neujahrskonzert 2020 gewünscht.

Mein Onkel hörte davon und sagte: „Ja, Joja Wendt, den kenn ich. Der hat bei unseren Nachbarn bei einer Geburtstagsfeier mit seinen Musikerkollegen auf dem Rasen gespielt. Echt toll.“ Und dazu hat er noch ein Foto rausgekramt.

Jona Wendt und Klaas Vogt 19.07.1998


Dementsprechend gespannt war ich auf das Konzert.

Es war wirklich toll, wie Du die verschiedenen Genres - Boogie, Jazz, Klassik mit Gastkünstlern und Anekdoten in ein Konzert zusammenbringst. Auch wie das Publikum mit einbezogen wird (Silvesterknaller mit Papiertüten), hat mir richtig gut gefallen. Und das alles mit einer Freude und Natürlichkeit, die wirklich beeindruckend ist.


Es war so inspirierend, daß ich dachte, so ähnlich möchte ich auch Konzerte machen.


Im Frühjahr 2020 erzählte ich dann meinem Gesangskollegen und einem Pianisten von meiner Idee, die Musik zu machen, die ich wirklich Liebe. Ich wollte Klassik, Operette, Musical und Evergreens zusammenzubringen und das mit Texten zu den Stücken, Schauspiel, Lichteffekten, Publikumsbeteiligung …uvm. zusammenbringen. Es sollten Konzerte mit Spaß und Freude werden, wie ich es bei Dir erlebt habe.

Wir gründeten also „Die Klassischen Drei“.

Doch 2020 war nicht das beste Jahr, um ein Ensemble zu gründen. Corona hielt auch uns gefangen. Aber wir haben geprobt und nach jeder Probe sind wir eine Stück fröhlicher auseinander gegangen, als vor der Probe.

Im Sommer 2020/2021 folgten Tonaufnahmen und im Herbst 2021 haben wir unser erstes kleines „Privatkonzert“ gemacht.

Seitdem machen wir Konzerte und haben uns in „Stracciatella“ umbenannt. Es braucht wohl noch etwas bis wir unserer Publikum finden, aber bisher gefällt es allen, sagen sie zumindest;) Ich hoffe noch vielen Freude mit unseren Konzerten bereiten zu dürfen.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Dir bedanken, denn im Grunde war das Neujahrskonzert 2020 für uns die Inspiration, die zu unser Ensemblegründung geführt hat. Mir hat es gezeigt, daß solch eine Form des Konzert möglich ist, mit viel Freude, Natürlichkeit und Authentizität.

Mit den allerbesten musikalischen Grüßen und Wünschen für 2023!

Kirstin



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